Wir begleiten Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg und stärken sie darin, Herausforderungen im Alltag, in der Schule oder im sozialen Miteinander gut zu bewältigen. Die Unterstützung orientiert
sich an den Stärken des Kindes und bezieht Familie, Schule und weitere Bezugspersonen mit ein.
Die Hilfen nach § 30 SGB VIII sind besonders wirksam, wenn Eltern aktiv in den Hilfeprozess einbezogen werden. Eine elterliche Mitwirkung stärkt die Zusammenarbeit mit dem Kind bzw. dem jungen
Menschen und trägt wesentlich zur Wirksamkeit der Hilfe bei.
Wir arbeiten kindzentriert und zugleich mit Blick auf die Wechselwirkungen innerhalb des Familiensystems. Auch wenn der Erziehungsbeistand keine Familienhilfe im engeren Sinne ist, sehen wir
unseren Schwerpunkt darin, die Elternarbeit als unverzichtbar zu erkennen: Eltern werden frühzeitig einbezogen – als mitgestaltende, verantwortungsvolle Bezugspersonen. Ziel ist es, dass sie
wieder aktiv Teil des Entwicklungsprozesses ihres Kindes werden.
Ein Schwerpunkt unseres Erziehungsbeistands ist der Aufbau eines tragfähigen Netzwerks, das dem Kind Sicherheit gibt, Beziehungen stärkt und über das Ende der Hilfe hinausträgt. Wir gestalten
stabile Beziehungen zu jungen Menschen, um Selbstwahrnehmung, Selbstwert und Handlungskompetenz zu stärken – auch bei jenen, die durch schulische Brüche, soziale Isolation oder die Auswirkungen
der Corona-Pandemie belastet sind.
Wir fördern gezielt die Anbindung an den Sozialraum – sei es Schule, Freizeit, Kiez oder andere unterstützende Strukturen. Der „Peer-Raum“ wird aktiv aufgesucht, um Zugehörigkeit zu ermöglichen
und Isolation entgegenzuwirken.
Erziehungsbeistandschaft verstehen wir als lebensnahe, flexible Hilfe, die stärkt, vernetzt und Vertrauen aufbaut. Ziel ist ein gestärktes Familiensystem, das die Bedürfnisse des Kindes erkennt,
fördert und begleitet.