Ein sozialpädagogisches Krisenclearing wird eingesetzt, wenn Familien in akute oder zugespitzte Krisensituationen geraten sind und unklar ist, welche Unterstützung erforderlich ist oder wie das
Kindeswohl gesichert werden kann. In Situationen, in denen eine Gefährdung nicht ausgeschlossen werden kann oder dringender Klärungsbedarf hinsichtlich familiärer Belastungen, Ressourcen und
Entwicklungsbedarfe besteht, unterstützt das Clearing bei der fachlichen Einschätzung und Orientierung.
Ein Clearing von Beginn an ist eine aktive und zeitnah einsetzende Intervention, bei der ein kurzfristiger Start ermöglicht und das Setting individuell an die jeweilige familiäre Situation
angepasst ist. Der fachliche Fokus liegt dabei konsequent auf akuter Intervention, Kinderschutz und der Klärung welches anstehende Angebot sinnvoll ist. Eltern werden transparent und von Anfang
an in die leitenden Clearingfragen einbezogen, wobei das Kindeswohl als übergeordnete Orientierung handlungsleitend bleibt.
Ziel ist es, in akuten familiären Krisen schnell zu stabilisieren, Risiken zu minimieren und tragfähige Perspektiven für das Kindeswohl zu entwickeln. Die Krise wird nicht nur begleitet, sondern
es wird aktiv interveniert, um den Schutz des Kindes als oberste Priorität sicherzustellen.
Im Zentrum steht das Kindeswohl als leitende Orientierung. Die Clearingfragen orientieren sich daran und werden gemeinsam mit allen Hilfebeteiligten abgestimmt.